Seit vier Tagen bin ich zurück von den Routes de Vézelay. Geblieben sind eine Menge Ohrwürmer, Mückenstiche, Erinnerungen an Begegnungen & eine tiefe, gelassene Freude: So schön ist es, an Christus zu glauben – „O, ma joie, Christ est ressucité“…

Die „Routes“ sind bunt: 14 junge Christen aus Speyer & Freiburg, Jugendliche aus ganz Frankreich und eine große Menge junger Ordensleute. Wir haben gemeinsam geschwitzt, gehungert, gemöffelt (mangels Duschgelegenheit), gebetet, gesungen, gelacht, gejubelt. Und wir sind in die Tiefe gegangen: Zu den Fundamenten unseres Glaubens. Beeindruckend, wenn Menschen, die sich meist völlig fremd sind, völlig offen über ihren Glauben reden – über das, was sie bewegt und begeistert. Über ihre Sorgen, Zweifel und die steinigen Wegstrecken im Leben.

In Vézelay habe ich Kirche erlebt, wie ich sie hier (leider) oft nicht erlebe: Unkompliziert, fröhlich, tief. Ohne all die Grabenkämpfe zwischen verbitterten Tradis & Spät-68’ern. Da ging es nicht um das böse Konzil, die „unfromme“ Handkommunion oder die ungehorsamen deutschen Bischöfe. Auch nicht um Memoranden, Forderungen, Petitionen und Co.
Es ging um Jesus Christus. Um die große Freiheit, die sein Geist uns schenkt. Um die unermessliche Liebe Gottes. Darum, wie schön es ist, JüngerIn zu sein.

Jepp; diese Erfahrung bräuchte ich öfter – bräuchten wir öfter.
Denn Glaube ist: Nicht ewiges Jammern, sondern tiefe Freude!
Warum? Ganz einfach: „O, ma joie, Christ es ressucité!“ 😉

Einen Pilgerbericht und jede Menge Fotos findet ihr hier: www.berufe-der-kirche-speyer.de