Dieser Papst…

Papst-Franziskus
Dieser Papst wird nicht müde, von der Barmherzigkeit Gottes zu sprechen. 

Er stellt sich gegen den Sturm derer, die die Türen seiner Kirche am Liebsten verschließen würden, um sie zu einem exklusiven Club der Bessermenschen zu machen.

Er schleudert den Menschen keine Vorwürfe und Verbote vor die Füße, sondern geht ihnen mit den offenen Armen der Frohen Botschaft entgegen.

Er stemmt sich gegen die Aber-Sager, die Das-Haar-in-der-Suppe-Sucher, die Defizitären, die Tote-Buchstaben-Hüter, die Unbarmherzigen, die Sünden-Begaffer, die Türenschließer.

Seine Gegner werfen ihm vor, die Kirche zu beschädigen. Ich sehe einen, der das Haus Gottes wieder aufzubauen versucht und dabei ordentlich Staub aufwirbelt. Sie sagen, er sei zu flapsig, zu wenig theologisch. Ich denke, er hat das Herz am richtigen Fleck.

„Es ist doch das Haus Jesu, und Jesus nimmt alle auf. Er geht sogar selbst hinaus, um die Menschen zu besuchen. Und wenn einer verletzt ist, was macht Jesus? Wird er den Verletzen beschimpfen, weil er sich verletzt hat? Nein, er wird ihm aufhelfen und mit sich nach Hause tragen. Das nennt man Barmherzigkeit. Genau das meint Gott, wenn er sein Volk zurechtweist und sagt, er verlange Barmherzigkeit und keine Opfer.“ (Papst Franziskus)

„Ein Mann, eine Frau, die sich in ihrer Seele krank fühlen, traurig, weil sie so viele Fehler in ihrem Leben begangen haben, fühlen plötzlich, dass Wasser hervorströmt. Es bewegt sich was in ihnen. Es ist der Heilige Geist. Und dann sagt sich diese Person, ,ach, ich würde gerne hingehen´… Aber du darfst nicht, antwortet ihm einer. Du hast Fehler gemacht, und deshalb darfst du jetzt nichts verlangen. Wenn du am Sonntag zur Messe kommen willst, dann bleibe bitte einfach sitzen. Das sagen einige. Und so zerstören sie das, was der Heilige Geist versucht, in den Herzen dieser Menschen wieder in Ordnung zu bringen.“ (Papst Franziskus)


Hier weiterlesen: Radio Vatikan

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3 comments

  1. Ich stimme dem vollständig zu. Dieser Papst macht Hoffnung für unsere kath. Kirche. Auch bei denen, die vielleicht schon dabei waren sich abzuwenden. Wenn man dann aber Beiträge wie das Zeitungsinterview von Kardinal Cordes ( http://www.merkur-online.de/welt/kardinal-cordes-das-laeuft-schief-deutschen-kirche-4822367.html ) liesst, schwindet ein wenig die Hoffnung, dass sich die Linie der Barmherzigkeit auf Dauer gegen die Beton-Fraktion im Vatikan durchsetzen wird. Zumal wenn die Voraussage des Papstes, dass sein Pontifikat nicht von langer Dauer sein wird, zutreffen sollte (hoffentlich nicht!).

  2. „Sünden – Begaffer“ – das trifft es.
    Gewaltig dazu auch Eugen Drewermann: „Selbst die Sprache der Liebe instrumentalisieren sie zum Werkzeug ihres Hasses“.
    Es gibt für den Menschen nur zwei Arten des Daseins , entweder die Liebe oder die Angst.
    Denke und handele ich aus dem Akzeptationsraum der Liebe heraus – oder überantworte ich mein ganzes Dasein dem Feld der Angst?

  3. Eine metaphorische Überlegung:
    Was macht man, wenn an einem Fachwerkhaus die Schwellen auf denen es steht verrottet sind? Es gibt zwei Möglichkeiten:
    Die erste ist die, die verrotteten Schwellen freizulegen und sie auszutauschen. Für einen gelernten Zimmermann ist das kein Problem. Das Ergebnis: das Haus erstrahlt in neuem Glanz und wird noch Jahrhunderte lang weit stehen.

    Die zweite Möglichkeit ist die, sich hinzustellen und zu erklären, die Schwellen seien gar nicht verrottet und man dürfe da nicht dran rühren, weil sonst das Haus zusammenbräche. Das Ergebnis: das Haus fällt zusammen, weil die Schwellen irgendwann so verrottet sind, dass sie zu Erde zerfallen und das Gewicht des Hauses nicht mehr tragen.

    Veränderungen machen manchen vielen Angst – vor allem jenen, die nach einem festgefügten System der geistlichen Orientierung und Führung suchen oder deren Machtanspruch darauf beruht.

Dein Senf...