Ein Bild und seine Geschichte – 10

Libera-o-KitDer erste Tag in Rio: Die Pilgerpakete müssen abgeholt werden. Denn in den gelben, blauen und grünen Rucksäcken verstecken sich nicht nur nette Give-Aways wie Hüte, T-Shirts und Kreuze, sondern auch die Essens- & Fahrtickets. Nach einer langen Zugfahrt quer durch den Norden Rio’s kommen wir (Andreas, Carmen und ich) im Stadtteil Santa Cruz an. Vor der Kirche erwartet uns eine knapp 200 Meter lange Menschenschlange – wir sind nicht die Einzigen, die heute da sind.

Gut gelaunt stellen wir uns am Ende der Schlange an und hoffen, in drei bis vier Stunden zurück zu unserer Gruppe fahren zu können. Die macht heute eine Sightseeing-Tour durch das Stadtzentrum. Doch es zieht sich. Und zieht sich. Und zieht sich.

11 (elf!) Stunden stehen wir in der Schlange, bis wir gegen 23.00 Uhr die heiß ersehnten Pilgerpakete bekommen und per Taxi zurückfahren. Aber: Wenn Weltjugendtag ist, wird es auch beim Schlangestehen nicht langweilig. Mit etlichen Pilger/innen tauschen wir uns aus, erzählen und lachen wir.

Wir sind sogar politisch aktiv und protestieren (mit einem zwinkernden Auge): „Libera o kit! (Gebt die Pilgepakete frei!)“ – lautet unsere Forderung, die schließlich und endlich erfüllt wird…

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