Ein Bild und seine Geschichte – 11

Messe-am-MeerWas Du brauchst, um eine der schönsten Kirchen der Welt zu bauen:

  • Eine passende Location. Als Gott die Welt erschaffen hat, hat er sich voll ins Zeug gelegt, um uns jede Menge wunderschöner Orte zu schenken, die als Bauplatz in Frage kommen. Er hat geklotzt, nicht gekleckert. Als wir diesen kleinen Strand auf der Ilha Grande gefunden haben, war schnell klar: Hier findet unser Abschlussgottesdienst statt.
  • Einfache Baumaterialien & Kreativität. Aus Sand haben wir einen Altar gebaut und ihn mit einem weißen Tuch bedeckt. Ein Inselbewohner hat Bambusstämme für uns vorbereitet. Diese haben wir im Kreis in den Strand gesteckt und damit den Kirchenumriss gebaut. Eine offene Kirche, in die Du hineinschauen kannst und aus der Du herausblicken kannst, um die Schöpfung zu bestaunen.
  • Technik: Licht und Ton. In die oberen Enden der Bambusstämme haben wir mit Kerosin gefüllte Bierdosen und Dochte gestellt und diese angezündet. Fertig war die professionelle Beleuchtung. Da wir in der Kürze der Zeit keine Orgel an den Strand transportieren konnten, bestand unser musikalisches Equipment aus einer Gitarre und 32 Sänger/innen.
  • Begeisterte Christen. Mal im Ernst: Was nützt das schönste und edelste Kirchengebäude der Welt, wenn nur gelangweilte & lustlose Christen drin sitzen? Nix. Es ist lau und fade. Mit ein paar begeisterten & „brennenden“ Christen kann aber aus einer einfachen (und vielleicht heruntergekommenen) Kirche ein besonderer Ort werden, an dem Du Gott begegnest. Heiliger Boden…

Die Eucharistiefeier am Ufer der Ilha Grande hat sich mir und den WJT-Teilnehmer/innen unauslöschlich ins Gedächtnis und ins Herz eingeprägt. Wir waren in einer der schönsten Kirchen der Welt. Obrigado!

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1 comment

  1. Mensch Carsten,
    wenn du wüsstest wie recht du mit den letzten beiden Sätzen hast!
    Bei jeder deiner kleinen Geschichten denk ich mit Wehmut an die Zeit in Brasilien zurück. Eine Zeit, die mich geprägt hat und für die ich SEHR dankbar bin.
    Liebe Grüße aus’m Schwarzwald 🙂
    Andreas

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