Zwischen den Jahren

Fühlt sich irgendwie schräg an. Diese Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Vom Gefühl her ist Pause angesagt. Abschalten, Luft holen, ausspannen.

Im Job laufen die Motoren jedoch unter Volldampf. Nach den Weihnachtsgottesdiensten & den Feiertagen ging’s direkt weiter mit den Vorbereitungen auf die Sternsingeraktion am 3. Januar in Speyer. Vorher kommen noch die Gruppenleiterschulungen, die ich morgen besuchen werde und der Jahresabschlussgottesdienst. Die ersten beiden Januarwochen sind bereits randvoll mit Terminen.

Offiziell ist das bischöfliche Ordinariat zwischen den Jahren geschlossen, damit die Mitarbeiter Überstunden abbauen können. Die „lebenswichtigen Organe“ funktionieren zum Glück trotzdem noch: Heizung, Internet, Kaffeemaschine.
Also sitze ich in einem verwaisten Bürogebäude und arbeite vor mich hin. Es ist himmlisch ruhig, ich kann kommen und gehen wann ich will, niemand unterbricht den Arbeitsfluss und ich musste mich seit Weihnachten nicht mehr rasieren. Im Grunde könnte ich auch im Bademantel am Schreibtisch sitzen – sieht eh keiner.

Gestern habe ich versucht, mit dem digitalen Schlüsselchip meine Wohnungstür zu öffnen. Außerdem musste ich im Kalender nachschauen, welcher Wochentag ist. Ich vermute, diese seltsame Zeit zwischen den Jahren steigert mein Verpeiltheitslevel nochmal um einige Punkte. Naja. Noch drei Wochen bis zum Skiurlaub. Dann wird der Kopf wieder frei.

Bis dahin freue ich mich auf die Jugendlichen, die ich bei den Schulungen von KjG & JUKI treffe; auf die Kinder, die zur Sternsingeraktion kommen und auf Sylvester im Saarland – mit meiner Familie. Denn „das erste, was dem Menschen im Leben begegnet, das Kostbarste, was er besitzt im Leben und das letzte wonach er die Hand ausstreckt … ist die Familie.“ (Adolph Kolping)

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