„Nehmt und trinkt alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes. Mein Blut, das für Euch und für ALLE / VIELE vergossen wird zur Vergebung der Sünden…“

Ein kleines Wort, das die Gemüter erhitzt: Wie sollten die Worte Jesu beim letzten Abendmahl am sinnvollsten übersetzt werden? „Für Alle“ oder „Für Viele“.
Gute Gründe gibt’s für Beides – und auch berechtigte Vorlieben.

Jetzt hat Papst Benedikt sich zu Wort gemeldet und in einem langen Brief erklärt, warum es zukünftig „für Viele“ heißen soll.
Ich kann das mittragen (selbst, wenn ich persönlich das „für Alle“ eindeutig vorziehen würde).

Was mir gefällt: Der Ton des Briefes ist sehr respektvoll & stellt klar heraus, dass Jesus durchaus für Alle gestorben ist. Man sieht hier nicht nur den genialen Theologen, sondern auch einen Papst und Hirten der versucht, ganz behutsam zu sein – weil er um das ehrliche Ringen der Theologen und Bischöfe im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema weiß und es wertschätzt. Danke!

Was mich nervt, ist das kindische Verhalten aus der rechten Ecke, die den Brief des Hl. Vaters nutzt, um mal wieder kräftig gegen die deutschen Bischöfe und die Kirche in Deutschland überhaupt zu bashen.
Leute, wenn ihr schon so große Fans vom Hl. Vater sein wollt, dann lernt endlich auch was von seinem Umgangston. Denn der macht die Musik…