Pro Multis – für Viele

„Nehmt und trinkt alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes. Mein Blut, das für Euch und für ALLE / VIELE vergossen wird zur Vergebung der Sünden…“

Ein kleines Wort, das die Gemüter erhitzt: Wie sollten die Worte Jesu beim letzten Abendmahl am sinnvollsten übersetzt werden? „Für Alle“ oder „Für Viele“.
Gute Gründe gibt’s für Beides – und auch berechtigte Vorlieben.

Jetzt hat Papst Benedikt sich zu Wort gemeldet und in einem langen Brief erklärt, warum es zukünftig „für Viele“ heißen soll.
Ich kann das mittragen (selbst, wenn ich persönlich das „für Alle“ eindeutig vorziehen würde).

Was mir gefällt: Der Ton des Briefes ist sehr respektvoll & stellt klar heraus, dass Jesus durchaus für Alle gestorben ist. Man sieht hier nicht nur den genialen Theologen, sondern auch einen Papst und Hirten der versucht, ganz behutsam zu sein – weil er um das ehrliche Ringen der Theologen und Bischöfe im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema weiß und es wertschätzt. Danke!

Was mich nervt, ist das kindische Verhalten aus der rechten Ecke, die den Brief des Hl. Vaters nutzt, um mal wieder kräftig gegen die deutschen Bischöfe und die Kirche in Deutschland überhaupt zu bashen.
Leute, wenn ihr schon so große Fans vom Hl. Vater sein wollt, dann lernt endlich auch was von seinem Umgangston. Denn der macht die Musik…

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4 comments

  1. Genau! Ich raffe es auch nicht, warum solche Geschichten immer gleich mit einer Breitseite gegen die Bischöfe einhergehen müssen.

  2. Und aus der linken Ecke wird gegen den Papst gestänkert – so bekommt jeder sein Fett weg und kindisch ist beides.

  3. merci cher Abbé, das war ein klares Wort zum richtigen Zeitpunkt!

  4. Kleiner Hinweis 1:
    Ja, ich nehme mir das Recht, nicht alle Kommentare zu veröffentlichen. Weil ich nicht bei jedem Kommentar die Zeit (und manchmal auch einfach keine Lust) habe, eine Antwort zu schreiben.

    Kleiner Hinweis 2:
    Ja, der Papst, die Bischöfe etc. bekommen sowohl von der rechten als auch von der linken Ecke was auf die Mütze. Ich spreche hier bewusst von „rechts“ und „links“, um Extreme und Ideologien in unserer Kirche zu benennen, die es (leider zunehmend) gibt. Eine vernünftige Diskussion mit Ideologen ist schlichtweg nicht möglich. Deshalb spare ich mir die Energie und Zeit und mach was Sinnvolles damit.
    Zum Beispiel Beten. Oder Kaffeetrinken.

Dein Senf...