Sonntag Morgen, kurz vor acht. Die Sonne bemüht sich nach Kräften, die milchige Nebeldecke am Pirmasenser Himmel zu durchbrechen. Sie könnte es schaffen – sie hat ja schließlich noch zwei Stunden Zeit, bis es losgeht.

Während ich meinen frisch gebrühten Café und meine Morgenzigarette genieße, geht es bei den Kommunionkindern zuhause wohl etwas stressiger zu.

Zumindest bei den Mädels. Da hatte ich in den letzten Jahren bei so mancher den Eindruck, sie wolle sich eher bei „Germanys next Topmodel“ bewerben, als zur Erstkommunion zu gehen. Immer mehr Eltern begreifen aber auch, daß sie ihrem Kind nichts Gutes tun, wenn sie es zu sehr als „Braut“ schmücken: Mit einem schlichten und hübschen weißen Kleid sehen die Mädels nicht nur kindgemäßer aus; es ist auch in der Kirche und beim anschließenden Fest wesentlich bequemer für sie.
Die Jungs haben es einfacher: Aufstehen, Zähne putzen, rasieren 😉 , Anzug anziehen, ein wenig Gel in die Haare und fertig.