Opa - Hans Georg Hector
Was soll ich sagen? Was kann ich schreiben? Ständig erinnere ich mich an Deinen Blick, vor einem halben Jahr, in der Sakristei unserer Kirche: Du hast mir in die Augen geschaut, ohne ein Wort zu sagen. Du warst so glücklich und gerührt, daß Dein Enkel ein Priester geworden ist.
Heute Nacht bist Du gegangen. Du bist aufgebrochen – dahin, wo meine ganze Hoffnung liegt. Du siehst jetzt, wie es wirklich ist – das „himmlische Jerusalem“, das ich mir nur bruchstückhaft vorstellen kann.
Danke, lieber Opa, für alles, was du mir und uns im Leben mitgegeben hast. Bis wir uns wieder sehen, lege bei Gott bitte ab und zu ein paar Gebete für uns, deine Familie, ein. Bete auch für mich: Jetzt, wo dir nichts mehr verborgen ist, weißt du ja, wie sehr ich deine Fürbitte brauche.

Danke, Opa. Gott segne Dich! Der Friede sei mit Dir!
Dein Enkel Carsten.