Tag 8: Der Papst ist da

20130726-000208.jpgUnser Bischof, Karl-Heinz Wiesemann, war heute zur Katechese bei uns. Irgendwie hatten es die Organisatoren verpeilt, ein Katecheseteam für das Colegio Santo Antonio einzuteilen. Also haben wir Speyerer und Freiburger kurzfristig diesen Job übernommen, was wir natürlich ganz gut hinbekommen haben 😉

Wir haben uns in kleinen Gruppen darüber ausgetauscht, wo Gott uns in den letzten Tagen umarmt hat. Hier in Brasilien umarmt man sich fast immer und überall. Die „Abraços“ (Umarmungen) begleiten uns jeden Tag. Die Brasilianer (vor allem unsere Gastfamilien) lassen uns spüren, dass wir wirklich umarmt und willkommen sind. Die Jugendlichen hatten sich jede Menge zu erzählen…

Auch Bischof Wiesemann erzählte uns von einer „Umarmung Gottes“, die er in den letzten Tagen erfahren hatte. Manchmal sei es mit unserer Beziehung zu Jesus so, wie mit dem Jesus auf dem Corcovado: Es gibt Tage, da ist er vom Nebel verhüllt und kaum sichtbar. Manchmal lichtet sich der Nebel und Du kannst beginnen, Jesus zu sehen…

In der Messe, bei den Fürbitten, gab es noch eine besonders schöne Überraschung: Eine der Jugendlichen betete für besseres Wetter; denn hier regnet es seit Tagen in Strömen. Im selben Moment wurde es draußen für einen Augenblick strahlend hell und die Sonne zeigte sich zum ersten Mal seit Tagen…

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Nachmittags gingen wir in Gruppen in Richtung Copacabana, um bei der Begrüßungsfeier des Papstes dabei zu sein. Das gesamte Gebiet war für den Verkehr gesperrt – unzählige gut gelaunten Jugendliche waren auf dem Weg, um Papa Francisco zu sehen. Und wir mittendrin. Genial. Die Brasilianer verstehen es, zu feiern. Hier ist der Weltjugendtag wirklich jugendlich, voller Energie und Glaubensfreude.

Auf dem Rückweg haben wir erfahren, dass die Vigil und der Abschlussgottesdienst hier an der Copacabana stattfinden werden. Die Übernachtung auf dem Feld wird leider ausfallen. Guaratiba, der geplante Ort, ist vom Regen unterspült und zu gefährlich. Wir sind schon eifrig am überlegen, wie wir verantwortungsvoll und gut mit der neuen Situation umgehen – denn die Copa ist schon recht beengt… Unsere Gasteltern Karla und Neil freuen sich dagegen über die Änderung. Guaratiba war bei den Cariocas offensichtlich alles andere als beliebt.

Morgen Mittag wollen wir endlich mal in Richtung Corcovado pilgern, um Jesus zu sehen, der dort mit offenen Armen auf uns wartet.

Bis dahin alles Gute, Abraços e fica com Deus.

Carsten

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