Weißer Sonntag, 3

erstkommunion-09-1

„Gehet hin in Frieden…“
„…und nehmt das bitte nicht zu wörtlich!“
, möchte ich fast dazufügen.

Ja, es war ein schönes Fest. Die Kinder waren (weitestgehend) brav und haben aufmerksam zugehört und mitgefeiert. Besonders hat mich gefreut, daß sie so laut und fröhlich mitgesungen und mitgebetet haben.

Wie immer stellt sich natürlich die Frage: Wen werde ich ab nächstem Sonntag wiedersehen? Und wer taucht erst zur Firmung (wenn überhaupt) aus der Versenkung?

Erfreulich ist, daß sich einige der Kids schon gemeldet haben: Sie wollen Messdiener, Pfadfinder oder Scholasänger/innen werden. Super!
Die „restlichen“ Kinder haben es ungleich schwerer: Einfach „nur so“ am Sonntag früh aufstehen und (alleine?) in die Kirche dackeln? Mal ehrlich: In dem Alter hätte ich darauf auch keine große Lust gehabt. Die Hälfte von dem, was da vorne am Altar passiert, habe ich als Kind eh‘ nicht verstanden. Auch die Eltern, die sich als „Quereinsteiger in den Glauben“ mit der Liturgie schwer tun, verstehe ich.

Für Euch alle – Eltern & Kinder – habe ich einen heißen Tip:
BLEIBT AM BALL!

Nehmt Euch vor, regelmäßig und als Familie den Sonntagsgottesdienst zu besuchen. Ihr werdet sehen, daß es sich lohnt! Nach und nach werdet Ihr spüren, daß Ihr wirklich beschenkt werdet. Ihr werdet immer tiefer verstehen, worum es geht – und wie schön es ist, in der Freundschaft mit Jesus zu wachsen.

Ich verspreche Euch hier nicht „das Blaue vom Himmel“, sondern rede aus eigener Erfahrung: Mit Gott und seiner Kirche ist es manchmal wie mit der „Liebe auf den 2. Blick“! Es funkt nicht immer gleich beim ersten Mal. Es braucht seine Zeit, sich „kennenzulernen“. Und dazu gehört eben auch ein wenig Hartnäckigkeit.

Die Jünger Jesu haben auch ihre Zeit gebraucht, um ihn wirklich zu verstehen. Und die größten (und für mich faszinierendsten) Heiligen sind die Frauen und Männer, die um ihren Glauben gerungen haben; die nicht gleich „Ja“ und „Amen“ gesagt haben – sondern ehrlich gesucht haben, ohne gleich beim ersten Scheitern den Schw… einzuziehen…

Ganz nebenbei: Die wertvollsten Schätze im Leben sind manchmal die, um die wir vorher gerungen und gekämpft haben.

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