Starke Nerven…

…sind gefragt, wenn am Beginn der Relistunde in der Grundschule plötzlich ein Kind vor dir steht und dir mitteilt, daß gestern sein 2jähriger Bruder gestorben ist.
Statt Unterricht nach Lehrplan haben wir gebetet, miteinander gesprochen und Karten mit guten Wünschen gemalt. Hat gut getan: Den Kindern und auch mir.

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2 comments

  1. Lieber Carsten!

    Soetwas finde ich immer sehr traurig, aber ich glaube, dass gerade DAS den Priester ausmacht, da zu sein für alle. Das macht die Berufung auch so kostbar. Vllt steckt in diesen Momenten auch das schönste, was man hier auf Erden erleben kann. Vllt öffnet sich gerade in solchen Momenten der Himmel.

    Ich wünsche dir für deine Arbeit als Seelsorger reichlich Gottes Segen, und das du immer wieder einen hast, der DICH hält und DIch begleitet.

    Liebe Grüße
    Christian

  2. Hallo Christian,
    zuerst mal Danke für die guten Wünsche.

    Allerdings hatte ich in dem Moment weniger das Gefühl als öffne sich der Himmel: Musste eher ganz nüchtern feststellen, daß Gott manchmal Dinge geschehen lässt, die ich einfach nicht verstehe…
    Als wir gemeinsam gebetet haben – und ich gemerkt habe, wie sehr die Kinder jetzt mitbeten und ganz dabei sind – das war ein tiefgehender Moment. Erschütternd – bis ins Mark. Aber nicht „schön“.
    Wobei ich denke, daß du das auch so gemeint hast.
    LG, Carsten.

Dein Senf...