Minifreizeit 2008 – Tagebuch

Gruppenfoto
Für alle Teilnehmer und Zuhausebleiber – Das Tagebuch der Messdienerfreizeit St. Laurentius in Falkenstein (gekürzte Fassung…) Einige Bilder der Freizeit findet ihr in der Galerie…

SONNTAG, 22. Juni:
Mehr oder weniger pünktlich um 15:00 Uhr beginnt die große Fahrt mit 19,5 Kids und 5,5 Betreuern auf den Donnersberg. (Georg, den halben Betreuertitel hast du redlich verdient… 😉 ). Vor Ort beziehen die Kids erst mal ihre Zimmer, während die Großen die Küche einrichten.
In den nächsten 7 Tagen wird echtes Multitasking von uns Betreuern gefordert: Wir sind gleichzeitig Organisatoren, Köche, Spülhilfen, Putzpersonal, Animatoren, Tröster & Seelsorger, Ärzte, Zeckenentferner, Polizei, Kartenleser, Chauffeuere, Gespenster, Trainer (& Ex-Trainer), und und und…
Die erste Nacht bleibt natürlich schlaflos – und der erste Morgen beginnt schon um 5 Uhr, da unsere Jungs im Dachzimmer eine Sonnenaufgangsparty veranstalten.

MONTAG, 23. Juni:
Mit Lunchpaketen und Augenringen machen wir uns auf den Weg zur Weißen Grube in Imsbach. Nach knapp 2 Stunden Wanderung über den Donnersberg hilft uns auch die Wanderkarte nicht mehr weiter, so daß wir querfeldein durch den Wald marschieren; immer der Nase nach durch Dornen und Brennesseln – bis wir am Ziel ankommen. Bei unserer Führung durch die Grube lernen wir, daß ohne Kupfer nix geht. Prost.
Den Rest des Tages ruhen wir uns von den Strapazen der Wanderung aus und genießen in der Nacht exquisites Stockbrot von unserem Meisterbäcker Georg.Die Weisse Grube in Imsbach

DIENSTAG, 24. Juni:
Der Tag beginnt mit einem „Bonjour!“ – denn heute geht’s nach Frankreich. Genauer gesagt in den Kletterpark „Tépacap“ bei Bitche. Nach einer Einführung durch Mademoiselle Aurelie hangeln wir uns in luftiger Höhe zwischen Bäumen hin und her. Die Kletterei macht eine Riesengaudi – beschert uns aber (Betreuern wie Kindern) einen kräftigen Muskelkater. Hin und wieder kommt es zu Abstürzen und Atemlosigkeit – aber unsere Sicherungsgurte bewahren selbst den etwas schwerfälligen Kaplan vor Verletzungen. Der Park ist ein echter Geheimtip für Betreuer und Freizeitleiter, die ihre Kids so auspowern wollen, daß diese Nachts freiwillig schlafen…Kletterpark Tépacap in Bitche

MITTWOCH, 25. Juni:
Es ist unfassbar: 9 Uhr morgens und im Haus ist es mucksmäuschenstill. Heute ist Faulenzertag: Es gibt Brunch bis ca. 13 Uhr und danach freiwilliges Basteln (wir gestalten Blumentöpfe mit Serviettentechnik). Am Abend ist natürlich alles im EM-Fieber: Gemeinsam schauen wir das Halbfinale Deutschland gegen die Türkei. Einige Betreuer veranstalten danach noch einen Autokorso durch Falkenstein und Umgebung. Da sie die Einzigen sind, kann man das gröhlen und hupen schon aus weiter Entfernung hören 😉

DONNERSTAG, 26. Juni:
Heute ist Kondition gefragt: Mit 6 Draisinen fahren wir 40km von Staudernheim nach Altenglan. Unsere Kids sind einfach nicht kleinzukriegen (wir Betreuer dagegen schon!). Mein ganz persönliches Fazit: Draisinenfahren macht voll Spaß – aber für die nächsten beiden Jahre verordne ich mir hiermit eine Draisinen-Auszeit… Auf der Rückfahrt bieten wir den Kids noch ein wenig Zusatzaction an, die wir hier gnädigerweise in Schweigen hüllen 😉Mit der Draisine durch\'s Glantal

FREITAG, 27. Juni:
Wir fahren nach Ramstein ins Freizeitbad Azur, wo wir Betreuer ausführlich die Liegen testen. Unsere Kids dagegen toben den ganzen Tag im Wasser rum. Woher nehmen die bloß die ganze Energie? Aber keine Angst – wir wissen schon, wie wir euch kleinkriegen – denn heute ist Nachtwanderung…
NachtwanderungGegen 23 Uhr versammeln sich die Kids im dunkeln Gemeinschaftsraum, wo ich ihnen die Gruselgeschichte vom Grafen Silberbein von Falkenstein erzähle. Mit einer Gänsehaut beginnt dann unsere Wanderung durch den pechschwarzen Wald. Als plötzlich Pistolenschüsse zu hören sind, drängt sich die Gruppe dicht zusammen („Carsten, darf ich deine Hand halten?!“). Dunkle Gestalten kommen aus dem Nichts und rennen durch unsere Gruppe. Am einsamen Glockenturm neben dem Friedhof gibt’s noch eine Gruselgeschichte.
Zum Showdown kommt es im Burgverlies: Jetzt sieht man rein gar nichts mehr. Plötzlich stehen im engen Gang zwei leuchtende, stumme Gestalten, an denen wir uns zitternd vorbeitasten. Vor der Burg geben sich die Betreuer dann endlich zu erkennen. Zum Schluss dürfen die Kids noch durch die mit Fackeln beleuchtete Burg rennen und Süßigkeiten suchen.
Ob uns Graf Silberbein in der Nacht noch besucht hat? Das bleibt wohl für immer sein Geheimnis…

SAMSTAG, 28. Juni:
Der letzte Tag in Falkenstein. Es gibt einiges zu tun: T-Shirts gestalten, den bunten Abend und den Gottesdienst vorbereiten. Außerdem gibt’s heute Pizza, die wir gemeinsam belegen. Die Kids haben in den letzten Tagen übrigens eifrig beim Kochen und Spülen geholfen (die Mädels in der Regel etwas freiwilliger als die Jungs). Da die Herren der Schöpfung sich aber durch irgendwelche Aktionen immer wieder für den Küchendienst „qualifizieren“, gibt es keinerlei Engpässe beim Küchenpersonal 😉 .
Gegen 17:30 Uhr feiern wir Eucharistie im Gemeinschaftsraum. Die Kids haben sich echt Mühe gegeben: Wir haben eine richtig schöne Kapelle, es wird eifrig mitgesungen & mitgebetet – selbst bei der Predigt sind sie ganz Ohr (siehe Bericht).
Der Bunte Abend dauert bis spät in die Nacht an. Auch hier waren die Kids sehr einfallsreich: Neben einer Hochzeit werden Sportaufführungen und Rapsongs dargeboten – und natürlich gibt es jede Menge lustige Spiele.
Vaticarsten\'s WappenZum Schluss kommen noch die Betreuer mit einer Überraschung. Nach einer Ramazzotti-Zeremonie überreichen sie mir mein persönliches Wappen: Darauf zu sehen sind die kleinen Wappen von Rohrbach/Saar und Schifferstadt, ein Ramazzotti- und ein Maggi-Ettikett sowie eine Axt und ein Kochlöffel. (Die Insider unter euch wissen schon, was das bedeutet 😉 ).
Viel Schlaf gibt’s heute Nacht nicht…

SONNTAG, 29. Juni:
Unfassbar, wie schnell so eine Freizeit vergeht. Heute fassen alle kräftig mit an: Es wird gespült, gekehrt, aufgeräumt und gepackt. Nach einer Rekordzeit von zwei Stunden sind wir abfahrbereit. Den Heimweg verschlafen die meisten Kids…

Das war die gekürzte und zensierte 😉 Version unseres Freizeittagebuchs. Wer nicht dabei war, hat was verpasst! Und jetzt mach ich zuerst mal zwei Wochen Urlaub!
Bis bald,
Euer Carsten.

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