Feuer
Da brennen sie, die Tannenbäume, die unsere Kirche zu Weihnachten so schön geschmückt haben. Zwischen dem Feuer und der Sakristei seht ihr meine liebe Mutter, die unheimlich gerne Grünzeugs verbrennt – fragt mich nicht, warum ;-)… Und weil das Gewächs einige Tage im Regen gelegen hat, seht ihr diese wunderschönen, formvollendeten Rauchwölkchen.
Mein Vater ist zur gleichen Zeit ungefähr einen Kilometer weiter im Dorf, als er bemerkt, daß die Leute in den Himmel schauen: „Da brennt es irgendwo ganz gewaltig!“ Er schafft es gerade noch, nicht laut loszuprusten, als er eine Passantin davon abhält, die Feuerwehr zu rufen.
Allerdings ist es schon zu spät: Hinter der Kirche erschrickt meine Mutter, als sie plötzlich von zwei Polizisten umzingelt wird: „Oh-oh“ entfährt es ihr. Die grinsenden Polizisten erklären meiner Mutter, ein Gartenfeuerchen sei zwar nicht verboten – es würde aber schon etwas kritisch, wenn die Autofahrer wegen dem „Feuerchen“ schon zwei Kilometer vor Ortseingang die Nebelscheinwerfer anwerfen müssten.
Die Polizisten belassen es bei einer mündlichen Verwarnung und verschwinden wieder in der dichten Nebel-(Rauch-)Wand.
Und die Moral von der Geschicht‘: Verbrenn‘ dein Weihnachtsbäumchen nicht 😉