Guido Horst schreibt in der Tagespost über den „Geist des Konzils“: Nachdem über vierzig Jahre lang ein falsches Bild vom Konzil gezeichnet worden sei, rücke nun Kurienbischof Agostino Marchetto mit seinem Buch „Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine Gegenansicht über seine Geschichte“ dieses Bild zurecht.
Schade nur, daß Guido Horst mit seinen Ausführungen nicht weniger nebulös bleibt als der angeblich so falsche Konzilsgeist. So nennt er „Fehlentwicklungen“, die wohl kaum in einen Topf gehören: „Die Laienpredigt, die Weihe von Diakoninnen, die Abschaffung des Latein, die Leugnung des Opfercharakters der heiligen Messe, Interkommunion, Religionspluralismus, die Mitwirkung der Laien bei der Bischofsfindung und so weiter und so weiter.
Bei aller berechtigten Kritik an mancher fehlgeleiteten Konzilsauslegung – mit einer solchen unreflektierten Vermischung theologischer Orte würde ein Theologiestudent sich in jeder Dogmatikprüfung disqualifizieren.