frere roger und johannes paul 2Am Donnerstag ist er 90 Jahre alt geworden: Frère Roger. Die Sueddeutsche schreibt einen Artikel zu diesem Anlaß – eine Hommage. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

Oder doch: Zweimal hatte ich Gelegenheit, kurz mit Frère Roger zu sprechen (naja – ein, zwei Sätze, mehr nicht), ihm in die Augen zu sehen und mich von ihm segnen zu lassen. Dieses Erlebnis kann ich nicht in Worte fassen! Es heißt immer, man solle im nächsten Christus erkennen. Daß diese Aufgabe ein steiniger Weg ist, wissen alle, die es versucht haben. In den Augen des alten, zerbrechlichen Mannes aus Taizé habe ich es „geschafft“. Mehr noch: Christus hat mir in die Augen gesehen. Von Herz zu Herz.

Ich kann nicht an Frère Roger denken, ohne daß mir Johannes Paul II. in den Sinn kommt. (Und umgekehrt.) Da gibt es soviele Gemeinsamkeiten. Vor allem: Es sind Glaubenszeugen, die mich tief beeindrucken. Die mich überzeugt haben und immer noch überzeugen. Vor allem sind es zwei Felsen, an denen ich mich festklammere, wenn mir das ganze Chaos, das Dunkel und die Wirren im „Kellergeschoß“ der Kirche den Atem raubt.

P.S.: Frère Roger zum Tod von Johannes Paul II.