Fernsehinterview mit Regens Schneider

Regens SchneiderLandesschau Rheinland-Pfalz: Sich nicht vom Priestermangel korrumpieren lassen.

Bereits der Aufmacher des Interviews stellte die Frage, die in den letzten Wochen vielen Menschen unter den Nägeln brennt: Wie geht man bei der Priesterausbildung mit den Themen Sexualität und Pädophilie um? Hintergrund waren die Geschehnisse der vergangenen Wochen: Neben dem Skandal in St. Pölten sorgte im Bistum Mainz ein Mißbrauchsfall durch einen Priester für Aufregung.
Der Regens des Mainzer Priesterseminars, Horst Schneider, stellte sich den (An-)Fragen zu diesem „heißen Eisen“: Schon seit Jahren gebe man sich große Mühe, die Seminaristen auf ihre Eignung zum Priesterberuf hin zu überprüfen. Dabei würden neben geistlichen Begleitern vor allem auch Psychologen und Psychologinnen zu Rate gezogen. Vor dem Eintritt ins Priesterseminar müssen alle Bewerber einen psychologischen Fragebogen mit weit über 100 Fragen ausfüllen. Begleitend zur Studienzeit gebe es immer wieder Gespräche und Veranstaltungen, die einen besonderen Augenmerk auf das Thema Sexualität werfen.
„Wir lassen uns vom Priestermangel nicht korrumpieren“, so Regens Schneider: Auch wenn der Priestermangel noch so deutlich zu spüren sei, würden viele Bewerber abgelehnt und lange nicht jeder Seminarist zum Priester geweiht.

Hoffen wir, daß auch andere Bistümer – nach dem Motto „besser spät als nie“ – einen kritischen Blick auf die Bewerber werfen und genau prüfen, wen sie als Seminarist aufnehmen. (Anm. d. Red.)

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