Bistum Speyer startet Pilotprojekt: Auf ’nen Kaffee in die Kirche

Heute Nachmittag hat Bischof Wiesemann eine Mail an alle Seelsorger/innen verschickt, in der er uns über ein neues Pilotprojekt im Bistum Speyer informiert. Hier die ersten Einzelheiten – mehr Infos gibt’s Morgen in der Presse…

Ab den Sommerferien 2013 wird es in allen größeren Kirchen des Bistums eine sogenannte „Chill-Out-Lounge“ geben: Einen gemütlichen und zugleich modern gestalteten Bereich, in dem sich Besucher der Kirche nach den Gottesdiensten und tagsüber auf einen Kaffee oder Latte Macchiato treffen können.

Die Idee dazu hatte Bischof Wiesemann nach einem Kurzurlaub in Italien. „Dort treffen sich jung und alt auf den Kirchplätzen. Sie besuchen eines der zahlreichen kleinen Cafés, tauschen sich aus und gehen zwischendurch in die Kirche um zu beten oder zu beichten.“, so Wiesemann. „In Deutschland dagegen sind die Kirchen außerhalb der Gottesdienstzeiten meist verwaist; dunkel, wenig einladend und in der Regel verschlossen.“
Mit der Chill-Out-Lounge soll sich das ändern: „Die Kirchen werden tagsüber geöffnet sein. Hier kann man sich in einer einzigartigen Location mit Freunden treffen, miteinander über Gott und die Welt plaudern und auch mit Gott selbst ins Gespräch kommen.“

Für die baulichen Maßnahmen ist Domkapitular Peter Schappert zuständig. Durch Raumteiler aus teiltransparentem Glas sollen die Chill-Out-Bereiche vom Gottesdienstraum abgetrennt werden. „Wichtig ist uns,“ so Schappert, „dass die Lounge sich harmonisch in die Kirche einpasst ohne den sakralen Raum zu verschandeln. Eine schwierige Aufgabe, die aber durchaus machbar ist.“

Als starken Partner für exzellente Kaffeespezialitäten und für eine stylische Inneneinrichtung hat das Bistum die Kaffeekette „Starbucks“ mit ins Boot geholt. Weihbischof Georgens führte die Verhandlungen: „Wir haben uns darauf geeinigt, nur Produkte aus biologischem Anbau und fairer Produktion in Kooperation mit unseren Partnerbistümern anzubieten. Gleichzeitig haben wir uns mit Starbucks darauf geeinigt, die Verkaufspreise äußerst gering zu halten. Bei uns kostet ein Latte Macchiato gerade mal 1,50€.“

Pfarrer Andreas Sturm, der Jugendseelsorger des Bistums, ist begeistert: „Die Chill-Out-Lounges werden für Jugendliche ein idealer Treffpunkt sein, um gemeinsam zu chillen. Natürlich wird es auch kostenlose Wlan-Zugänge und eigene Angebote für junge Leute geben.“

Für die Seelsorge ergeben sich durch die Chill-Out-Lounges neue Möglichkeiten. Priester und Seelsorger/innen sind als Ansprechpartner vor Ort und auch eine Beichte ist jederzeit möglich.
Gemeinsam mit den Mitarbeiter/innen der Abteilung Seelsorge plant Domkapitular Franz Vogelgesang weitere Angebote: „Wir überlegen, die Lounges Morgens und Abends mit einer „Holy-Hour“ zu öffnen, bzw. zu schließen: Wer mag, ist zur Eucharistischen Anbetung vor dem Allerheiligsten eingeladen. Danach gibt’s einen kostenlosen Kaffee (oder Tee).“

Wir leben in spannenden Zeiten – oder?
Schreibt mir Eure Kommentare – oder kommt ab Sommer in die Chill-Out-Lounge. Dort können wir alles bei einem Latte Macchiato bequatschen. Ich lad‘ Euch ein 😉

Bildquelle: Lupo / pixelio.de, vaticarsten.de

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7 comments

  1. April April

  2. Heute laufen Scherzkekse im April herum!! 😉

  3. schade eigentlich das heute 1. April ist, so schlecht hört sich das gar nicht an…

  4. Trotz 1. tem April hätte das Konzept was von Nähe zu den Menschen, der dringend in der Kirche benötigt wird.

  5. Vielleicht nicht ganz so übertrieben gibt es das konzept in abgewandelter weise in magdeburg in st. petri. hier trifft sich die gemeinde nach dem gottesdienst im angrenzenden gemeindehaus zum shoppen…

    1. Nenenee. Lieber gemütlich Kaffee trinken. Shoppen ist zu stressig 😉

  6. Die nennen es nur shoppen und meinen damit kaffeetrinken…

Dein Senf...