Das hat mich überrascht: Der Artikel „Zwischen Kopfschütteln und Fremdschämen“ wurde in anderthalb Tagen knapp 3800 mal gelesen (edit: 7000 in 4 Tagen).*¹ Mein iPhone piepst seit gestern ununterbrochen, um mich auf eingehende Nachrichten und Mails aufmerksam zu machen.

Offensichtlich beschäftigt das Thema eine ganze Menge Leute. Aus den etlichen Rückmeldungen*² ergibt sich ein interessantes Bild: Die Menschen sorgen sich um ihre Kirche und leiden unter dem Imageverlust, den wir durch unsere wiederholten Kommunikationsdesaster selbst verursacht haben.

Lest den letzten Satz bitte nochmal ganz langsam durch. Lasst ihn auf Eurer Zunge zergehen… Fertig? Ok. Jetzt könnt Ihr weiterlesen:

Niemand – absolut niemand hat mir geschrieben, dass Kirche ja grundsätzlich sch… und überholt sei. Statt dessen haben sich Katholiken (und Christen) aus ALLEN theologischen „Lagern“*³ gemeldet und von ihrer Enttäuschung und Wut über unsere Art und Weise der Kommunikation erzählt.

Liebe Bischöfe (ich weiß, das Ihr hier auch mitlest ;-)) – versteht diese Kritik bitte konstruktiv. Wir alle wünschen uns, dass die Frohe Botschaft hell leuchtet und die Menschen erreicht. Das kann gelingen: Wenn wir uns zusammenraufen, mit dem Jammern aufhören, die Moralkeule etwas seltener schwingen und beginnen von dem zu erzählen, was uns am Glauben begeistert. Manche von Euch machen das schon. Danke!

*¹ Anderes Thema (Social Media): Etwa 85% der LeserInnen kommen über Facebook hierher, je 4% über Twitter und diverse Suchmaschinen…
*² 95% der Rückmeldungen sind positiv. Weniger als 5% sind negativ, bisweilen übergriffig oder gar beleidigend. Teilweise auch deshalb, weil die Intention des Artikels offensichtlich nicht verstanden wurde (Leute, ich kämpfe FÜR die Kirche. Wenn Ihr das nicht verstehen wollt, lasst es eben bleiben). Sie kommen ausschließlich aus einer theologischen „Ecke“, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.
*³ Sorry, mir fällt kein besseres Wort ein.