Ganz schön was los…

Roma
In den letzten Wochen ging hier richtig die Post ab: Fastenzeit, Ostern, Erstkommunion, sowie das „übliche Tagesgeschäft“. Für Blogbeiträge und manches Andere war da keine Zeit. Wie auch immer – ich lebe noch!

Bevor ich jetzt meine sieben Sachen packe um unsere Kolpingfamilie in Falkenstein zu besuchen, will ich euch noch über die letzten beiden Tage berichten: Die hatten es nämlich in sich!!!

Freitag:

RPR sucht den Superpfarrer
Am Freitag Mittag gab es so was wie ein „ad-hoc-Pfarrfest“ in der Pfarrei St. Laurentius: Die Messdiener haben bei der Aktion Radio RPR1 sucht den Superpfarrer mitgemacht und mich dort angemeldet – obwohl ich ja eigentlich Kaplan bin. Zuerst hieß es, „da kommen ein paar Minis und ein Mitarbeiter von RPR1 stellt dir ein paar Fragen und drückt dir eine Urkunde in die Hand…“

Von wegen! Als ich um 16:30 Uhr in St. Laurentius ankomme, warten da schon ein paar hundert Leute in bester Stimmung. Eine Band spielt, es gibt einen Luftballonwettbewerb, Getränke und Brezeln für einen guten Zweck. Die Minis laufen in „Superpfarrer-Shirts“ durch die Gegend und am Kirchturm hängt die Rohrbacher Flagge. Zwischendurch singen die „Grenzenlosen“ und auch die Kommunionkinder geben ein Ständchen zum Besten. Die größte Überraschung: Sogar meine Eltern, meine Schwester und einige Rohrbacher sind gekommen. Ein RPR1-Reporter überreicht mir schließlich feierlich die Urkunde zum „Superpfarrer“, die jetzt in meinem Arbeitszimmer hängt.

Was soll ich da noch sagen?! Unglaublich, was ihr Laurentianer in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt habt. Eure Überraschung war klasse und hat mich total gefreut. Danke, euch allen!!!

Ein Sache liegt mir noch auf dem Herzen: Ehrlich gesagt hatte (und habe) ich etwas Angst davor, daß diese Aktion falsch verstanden wird. Versteht sie bitte als das was sie ist – ein liebes Kompliment der Messdiener, das mich sehr bewegt hat. Nicht ich bin super, sondern der, für den ich lebe und auf den ich zeigen möchte: Jesus Christus! Wenn ich mit dieser Botschaft Menschen erreiche, nehme ich auch gerne den Titel „Superpfarrer“ entgegen… (So, das musste ich einfach loswerden.)

Samstag:

Tagestour nach Rom
Nachdem wir gegen 22:00 Uhr die Superpfarreraktion mit einem leckeren Ramazotti beendet haben, klingeln am Samstag morgen um 2:45 Uhr alle Wecker, die ich auftreiben konnte.

Ich habe endlich mal ein paar Tage frei, und beginne meinen Urlaub mit einer Tagestour nach Rom. Von Hahn aus fliege ich um 6:10 Uhr nach Roma-Ciampino. Knapp drei Stunden später sitze ich schon in einem Straßencafé neben dem Vatikan und schlürfe einen heißen Café. Die Sonne lacht und ich gehe den Tag ganz locker an. Bei Vincenzo Serpone kaufe ich ein paar neue Collarhemden und schlendere dann gemütlich über den Petersplatz.

Vor den Türen der Kathedrale stauen sich die Menschenmassen – Hektik pur. Ich verzichte auf eine Besichtigung und genieße stattdessen die Ruhe auf dem Campo Santo Teutonico. In der kleinen Kirche zünde ich eine Kerze für meinen Opa an. Keine Ahnung, ob er schon mal in Rom war. Jetzt ist er es jedenfalls – in meinem Herzen – und ich bin mir sicher, daß er sich darüber freut.

Über die Via della Conciliazione spaziere ich in Richtung Pantheon und besuche die einzige gotische Kirche Roms, Santa Maria sopra Minerva. Außerdem besichtige ich noch die Lateranbasilika und das Forum Romanum.

Den Rückflug verpenne ich vollständig. Erst als wir kurz vor Mitternacht in Hahn aufsetzen, werde ich wieder wach und halte mich auf der Heimfahrt über die A61 mit lauter Musik und Eiscafé über Wasser.

Fazit: Rom an einem Tag ist stressig, macht aber richtig Spaß! – Die Bilder gibt’s hier im Fotoalbum

So, jetzt geht’s unter die Dusche und ab nach Falkenstein. Auf Emails etc. kann ich erst wieder Ende nächster Woche antworten.
Ciao, Euer Carsten.

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1 comment

  1. hi Carsten!
    Ich habs nun auch mal auf deine Homepage geschafft!
    Ich bin sehr erstaunt vorallem von deinen Bildern,
    was hast du denn für eine Kamera?
    Vorallem das Bild von Rom „Campo Santo Teutonico“
    gefällt mir sehr gut.
    Es erinnert mich ein wenig an Gerald Axelrods Engelsbilder,
    dessen Kalender ich besitze. Ich mag solche Bilder sehr gerne.
    Sie haben etwas so tiefgründiges und machen mich immer ein wenig traurig.
    Aber auch das Bild im Café ist sehr lebendig (Marlboro Menthol ^^).
    echt super, großes Kino ^^
    Dann will ich dir noch zu deinen „Superpfarrertitel° gratulieren.
    Tut mir Leid, dass ich am Freitag nicht dabei sein konnte, aber ich bin erst um 17:30Uhr von meiner Schule heimgekommen und wollte mich erstmal zu Ruhe setzen…
    Naja dann wünsch ich dir mal viel Spass in Falkenstein.
    Bis die Tage,

    Sabi

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