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Ist „der Islam“ gefährlich?
So gefährlich, dass wir das Abendland dagegen verteidigen müssen?

Ja, es gibt Strömungen innerhalb des Islam, die brandgefährlich sich. Radikale Zweige, welche im Namen Allahs eine Blutspur des Grauens hinterlassen. Gruppierungen, die sich das Recht auf einen Dialog verwirkt haben und mit Nachdruck gestoppt werden müssen. Die Welt kann, darf und muss sich vehement gegen solche Gruppen verteidigen. Nicht nur im Abendland.

Diese Tatsache rechtfertig jedoch keineswegs dazu, den Islam per se als gefährlich einzustufen und alle Angehörigen dieses Glaubens pauschal mit radikalen Islamisten in eine Schublade zu stecken. Wenn man es täte, müsste man konsequenterweise auch das Christentum bekämpfen, welches in seiner Historie ebenfalls unter menschenverachtenden, sich christlich nennenden Gruppierungen gelitten hat. Um konsequent zu bleiben müsste man auch alle Deutschen als gefährlich bezeichnen, weil es in unserem Land rechtsradikale Gruppierungen gibt.

Nein! Die „Deutschen“ sind nicht gefährlich, weil es gefährliche Deutsche gibt. Die Christen sind nicht gefährlich, weil es fundamentalistische Christen gab und gibt. Und der Islam ist [weiterlesen…]

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Bürosamstag. Heute packe ich meine sieben Sachen und ziehe ein Stockwerk tiefer.

Aber zuerst geht’s an die Predigt für die Jugendvesper: Ich denke darüber nach, wie oft Menschen bei der “Reise nach Jerusalem” im realen Leben auf der Strecke bleiben.

  • Darüber, dass auch die Heilige Familie zuerst mal auf der Strecke bleibt und zu Flüchtlingen wird.
  • Darüber, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, um bei den Menschen zu sein, die im Leben auf der Strecke bleiben.
  • Darüber, dass Jesus uns beruft, [weiterlesen…]

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bdkj-wahl
Die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen im BDKJ Speyer haben sich entschieden – und mich zu ihrem Präses gewählt.

Diesen Tag werde ich so schnell nicht vergessen: Zum ersten Mal habe ich die Entscheidung darüber, wie mein Lebensweg weitergehen soll, in die Hände von jungen Menschen gelegt. Sie durften und mussten beurteilen, ob sie mir diese Aufgabe zutrauen.

Bei der Vorstellung und der anschließenden Befragung hat mein Kopf wohl in allen Rottönen geleuchtet, die es auf diesem Planeten gibt. Ein Pokerface [weiterlesen…]

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“Und es ist immer einfacher und bequemer, sich in den eigenen statischen und unbeweglichen Positionen auszustrecken. Tatsächlich erweist sich die Kirche in dem Maß treu gegenüber dem Heiligen Geist, in dem sie nicht den Anspruch erhebt, ihn zu regeln und zu zähmen. Und auch die Kirche zeigt sich dem Heiligen Geist gegenüber treu, wenn sie die Versuchung beiseite lässt, auf sich selbst zu blicken. Und wir Christen werden echte missionarische Jünger, die fähig sind, die Gewissen anzusprechen, wenn wir eine Verteidigungshaltung ablegen, um uns vom Geist führen zu lassen. Er ist Frische, Fantasie, Neuheit.” (Papst Franziskus)

Danke, Heiliger Vater.

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schwarz-weiss-denken
Menschen neigen gerne dazu, Sachverhalte schwarz-weiß-denkend zu umschreiben und zu beurteilen. Das mag in manchen Bereichen praktisch sein: Wenn es um den persönlichen Geschmack geht, gibt’s wenig zu diskutieren. Kartoffeln sind halt einfach blöd. Basta! Unpraktisch und unredlich wird es, wenn man komplexere Sachverhalte schwarz-weiß-denkend umschreibt und bewertet.

Aktuelle Beispiel gefällig?

  • Der Islam. Da gibt es Leute, die im Namen des Islam menschenmordend, vergewaltigend und hassend durch die Welt marodieren. Eine abscheuliche Sache, gegen die man nicht genug kämpfen kann. Absolut verurteilenswert. Da muss noch viel mehr passieren!
    Die Schwarz-Weiß-Denker folgen nun einem einfachen Argumentationsstrang: „Weil manche Menschen mit dem Islam böse Dinge tun und es diskussionswürdige Inhalte in der muslimischen Religion gibt, ist der ganze Islam böse und Teufelswerk.“
  • Gender. Da gibt es Leute, die unter dem Etikett Gender die biologisch erwiesene Tatsache, dass es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, verwischen wollen. Und solche, die Ehe und Familie abschaffen wollen. Zudem wird Gender mal so und mal so definiert. Das finden wir Christen (übrigens auch viele Nichtchristen, Atheisten und seriöse Wissenschaftler/innen) nicht lustig. Mit Recht.
    Die Schwarz-Weiß-Denker: „Weil manche Menschen mit Hilfe der (einer) Gendertheorie Schwachsinn verbreiten, ist die komplette Grundannahme der Gendertheorie böse und Teufelswerk.“
  • Die Katholische Kirche. Da gibt es Leute, die auf fast pervers anmutende Weise mit Geld umgehen. Da gibt es Priester, die Kinder missbraucht haben. Da gibt es fragwürdige arbeitsrechtliche Regelungen. Und und und.
    Die Schwarz-Weiß-Denker: „Weil manche Katholiken schlimme Dinge tun und seltsamen Stuss von sich geben, ist die komplette katholische Kirche böse und Teufelswerk. Und übrigens sind auch alle Priester pädophil.“

Schwarz-Weiß-Denken ist in Mode. Leider. Selbst ehemals seriöse Medien geben sich dieser Denkweise hin, anstatt den Versuch zu wagen, Fakten abzuwägen und davon ausgehend ein Urteil zu fällen.

Ich meine: Uns Christen steht Schwarz-Weiß-Denken nicht gut zu Gesicht. Es ist zu einfach. Es ist [weiterlesen…]

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