Gerne erinnern wir uns an die Begegnungen mit Papst Johannes Paul II. während seiner Besuche in Deutschland 1980, 1987 und 1996. Sie waren stets von Offenheit und Herzlichkeit geprägt. Papst Johannes Paul II. zeigte immer wieder sein großes Interesse für das kirchliche Leben und die Theologie in Deutschland.

Dies gilt gerade auch für die Ökumene. Schon bei seinem ersten Besuch 1980 gehörten die Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern aller christlichen Kirchen und des Judentums zu einem der Höhepunkte seiner Reise. Die Gespräche setzten sich bei seinen späteren Besuchen 1987 und 1996 fort. Die Einheit der Kirche lag dem Papst besonders am Herzen, und er hat in den vergangenen Jahren zusätzlich viele wichtige Impulse gesetzt.

Als Freund der Deutschen hat er der Kirche in Deutschland eine große Bedeutung beigemessen, setzte aber auch ebensolche Erwartungen in sie. Nicht immer war das Verhältnis zum Papst frei von Unstimmigkeiten. Aber auch in schwierigen Phasen war immer ein offenes und vertrauensvolles Gespräch möglich.

Dafür sind wir dem Papst zu großem Dank verpflichtet. Worte reichen jedoch kaum aus. Der beste Dank ist es wohl, dass man sich durch seinen aufopfernden Dienst und sein glaubwürdiges Zeugnis anspornen lässt und seine Initiativen im je eigenen Leben und am jeweiligen Ort fortführt.

Berlin, 03. April 2005