Liebeserklärung

WOW. Das war eine geniale Zeit!
Acht Jahre lang durfte ich als Geistlicher Leiter die Kolpingjugend im DV Speyer begleiten. Beim Abschiedsgottesdienst haben wir Erinnerungen gesammelt, die uns zusammengeschweißt haben und verbinden. Wenn ich jetzt so drüber schaue, wird mir deutlich, wie viel ich mit Euch und von Euch gelernt habe. Und mir wird deutlich: Ich bekomme viel mehr zurück, als ich selbst gegeben habe. Das ist wohl die Pädagogik Gottes: „Gib das, was Dir möglich ist – ich gebe Dir noch mehr zurück und lasse Dich wachsen und reifen.“

So viel ist sicher: Ohne die Erfahrungen mit der Kolpingjugend, würde ich heute nicht dort stehen, wo ich stehe. Vielleicht wäre ich nicht mal Priester. Denn bei einem Arbeitseinsatz der Kolpingjugend in Brasilien wurde mir erst klar, dass ich diesen Weg gehen will.

Ein paar Jahre später saß dann das Diözesanleitungsteam (DLT) in meinem Wohnzimmer – und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Kolpingjugend zu begleiten. Damals war ich noch völlig grün hinter den Ohren; frisch aus dem Studium und in manchen Dingen mit Schubladen im Kopf, die mir heute weltfremd und schräg vorkommen. Aber ihr habt mich genommen, wie ich bin – und mir die Chance gegeben, mit Euch auf dem Weg zu sein. Nebenbei: Damals habe ich die Jugendverbandsarbeit in vielerlei Hinsicht recht kritisch gesehen. Ihr wisst schon. Die üblichen Vorurteile. Ihr habt mir nach und nach gezeigt, dass meine Schubladen sowas von falsch einsortiert waren – und dass man mit Vorurteilen grundsätzlich höllisch vorsichtig sein sollte!

Ihr habt mir gezeigt, wie wertvoll die Arbeit unserer Jugendverbände ist: Dass der Weg der Kirche nicht sein kann, Jugendlichen den Glauben „überzustülpen“ – sondern gemeinsam auf die Suche zu gehen und darauf zu vertrauen, dass Gott seine Finger im Spiel hat…

Ach ja: Mit Euch habe ich auch gelernt, was Adolph Kolping meinte, als er sagte „Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz als Pfand geben.“ Danke dafür!

Á propos „Danke“:

  • Danke an all die Menschen mit brennenden Herzen, mit denen ich im DLT zusammenarbeiten durfte. Besonders an Annika und Ramona, die mich in den letzten Jahren „unter ihre Fittiche genommen“ haben 😉
  • Danke an all die ehemaligen und aktuellen DLTler_innen und DAKler_innen, welche die Arbeit der Kolpingjugend mit jeder Menge Kreativität, Energie und Liebe gestemmt haben und stemmen.
  • Danke an all die Jugendlichen, die mir bei Schulungen und Aktionen begegnet sind und mich bereichert haben.
  • Danke an den Diözesanvorstand: Wir haben miteinander gerungen und uns manchmal gegenseitig ins Schwitzen gebracht. Und wir haben zusammengehalten und gezeigt, dass wir ein Generationenverband sind.

 

Was bleibt mir noch zu sagen?
Nur eins: Gottes Segen – und:
Treu Kolping!

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