Butterfly Circus

Heute Abend bin ich zu Besuch beim Grulabi (Gruppenleiterschulung) der KjG – und feiere mit den Jugendlichen Gottesdienst. Wir hören das Evangelium von den Talenten (Mt 25, 14–30) und schauen uns den „Butterfly-Circus“ an.

Der arm- und beinlose Will aus dem Film heißt in Wirklichkeit Nick Vujicic. Er ist echt. Da ist nichts gefaked. Keine Tricks. Keine Special Effects. Er kam genau so zur Welt.

Als Kind und Jugendlicher hat Nick furchtbar gelitten. So sehr, dass er mit dem Gedanken gespielt hat, sein Leben zu beenden. Aber selbst dazu hätte er wohl Hilfe gebraucht. Seine Wut – auf seine Behinderung, auf sein Leben, auf Gott – wurde irgendwann zum Trotz: „Von wegen, ich kann nichts!“ Nick hat angefangen zu Schwimmen. Zu Surfen. Zu Golfen. Er hat sein Leben mit Gott besprochen und seine Berufung gefunden: „Meine Aufgabe ist es, anderen Menschen Hoffnung zu geben.“

Seitdem reist er durch die Welt und macht Menschen Mut, sich nicht aufzugeben. Ihre Träume zu verwirklichen. Nick ist übrigens mit einer wunderschönen Frau verheiratet. Die beiden haben einen gesunden kleinen Sohn.

Vielleicht ist Gott ja auch sowas wie der Direktor des Butterfly-Circus. Sein Zirkus, die Welt, ist voll mit schrägen und seltsamen Gestalten. Voll mit Menschen, bei denen irgendwas „schief“ ist. Wer von uns ist denn nicht auf seine eigene Art und Weise irgendwo verletzt, seltsam, verrückt, unperfekt?!

Der Direktor sieht hinter die Fassade. Er kennt seine Leute. Er kennt mein und Dein unperfektes Leben. Er lässt sich nicht von der Idee abbringen, dass Du etwas Besonderes bist. Dass in Dir Talente schlummern, die es wert sind, entdeckt zu werden.

Gott macht es uns nicht immer leicht. Er stachelt uns an und fordert uns heraus, ehrgeizig zu sein. Loszugehen und unsere Talente auszubuddeln.

Menschen wie Nick sind ansteckend. Weil sie sich nicht hinter ihren Schwächen und Macken verstecken, sondern ihre Talente ausgegraben haben und damit wuchern. Weil sie ihren Traum leben.

Und Du?

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